Die Sammlung des Archäologischen Hegau-Museums

Das Archäologische Hegau-Museum zeigt in 13 Räumen 16.000 Jahre Menschheitsgeschichte in der Region. Und im Hegau-Museum darf nicht nur geschaut werden, denn zahlreiche Stationen laden zum Mitmachen und Ausprobieren ein!

Stücke der Sammlung

  • Leder schneiden mit dem Feuersteinmesser
  • Mehlmahlen wie in der Vor- und Frühzeit
  • Tierfelle erraten
  • Römische Brettspiele
  • Mehlmahlen wie die römischen Legionäre
  • Pressblechtechnik - Einen alamannischen Goldblechanhänger selber machen
  • Quiz der Epochen durchs ganze Museum 
  • Schmökern in der gemütliche Leseecke
  • Archäologisches Keramik-Puzzle
  • Kleidung aus verschiedenen Zeiten anprobieren

Altsteinzeit  14 000 bis 9600 v.Chr.

Vor 16 000 Jahren kamen altsteinzeitliche Jäger und Sammler immer wieder in den Hegau. Die herausragende Fundstelle ist die Petersfelshöhle im Brudertal bei Engen. Viele der dort ausgegrabenen Funde sind im Hegau-Museum zu bewundern.

Durch die ausgestellten steinzeitliche Werkzeuge, Kunstgegenstände und Jagdwaffen und durch eine Rekonstruktion eines Rentierzelts wird das Leben unserer Vorfahren greifbar.


Jungsteinzeit 5500 bis 2000 v.Chr.

In Hilzingen wurden beim Autobahnbau Spuren der ersten sesshaften Siedler im Hegau entdeckt. Mindestens 16 Langhäuser wurden dort von den  Bauernfamilien bewohnt.

Ein Modell eines Hauses mit Lehmwand und Strohdach und viele Funde zeigen die neue Werkzeugtechnologie und die veränderte Lebensweise dieser frühen Bevölkerung im Hegau.


Bronzezeit  2000 bis 750 v.Chr.

Mit der Fähigkeit, mit Metall umzugehen, machte die Menschheit eine wichtige Entdeckung. In der Singener Nordstadt wurden für Mitteleuropa sehr frühe Belege für die Nutzung von Kupfer, Zinn und Bronze entdeckt. Die im Hegau-Museum gezeigten"Atlantischen Dolche" sind dafür herausragende Zeugnisse.

Der sich wandelnde Totenkult und die soziale Differenzierung werden durch die in zahlreichen Gräbern entdeckten Beigaben aufgezeigt. Waffen und Schmuck aus Kupfer, Bronze, Gold und Bernstein zeugen von wachsendem Reichtum.


Eisenzeit  750 bis 15 v.Chr.

Die Eisenzeit, also die Zeit der Kelten, ist mit beiden Unterabschnitten (Hallstattzeit und Latènezeit) im Hegau-Museum mit zahlreichen Funden vertreten.
Den Beginn macht das "Singener Schwert"einer der ersten Eisenfunde in Süddeutschland.

In vielen Grabhügeln im Hegau wurden neben Gewandspangen, Armreifen, Gürtelblechen und anderen  Trachtbestandteilen, fein verzierte und bemalte Keramik gefunden. Dabei sticht besonders die sogenannte "Alb-Hegau-Keramik" hervor.


Römische Kaiserzeit 15 v.Chr. bis 260 n.Chr.

Der Arm Roms reichte auch bis zu uns in den Hegau. Viele römische Gutshöfe sind bei uns bereits ausgegraben oder zumindest nachgewiesen.

Der Gutshof in Büsslingen wurde vollständig untersucht und ausgegraben. Bauteile der römischen Fußbodenheizung, Keramik, Schmuck, Werkzeuge und ein damals versteckter Münzschatz sind im Hegau-Museum zu sehen.


Frühmittelalter Alamannen  3. bis 8. Jhdt. n.Chr.

Die Alamannen waren die Gründer unserer Städte und Dörfer. In in Singen wurde auf dem Bahnhofsvorplatz ein alamannischer Friedhof ausgegraben. Die schönsten Grabbeigaben sind im Hegau-Museum ausgestellt. Besonders beeindruckt das überaus reiche Inventar des Grabes einer adligen Dame aus Güttingen.

Ketten mit Millefioriperlen, Gefäße, Goldschmuck und als absolute Rarität, eine koptische Schale, die den Weg aus Ägypten zu uns in den Hegau gefunden hat, wurden geborgen und sind im Besitz des Hegau-Museums.