Aktuelles und Veranstaltungen des Stadtarchivs Singen

Kontakt

Stadtarchiv Singen
Julius-Bührer-Straße 2
78224 Singen
Tel. +49 (0)7731 85-253

E-Mail schreiben
 
Öffnungszeiten

Mo - Fr 08.30-12.00 Uhr
Mo, Di, Do 14.00-16.00 Uhr
Mi 14.00-17.00 Uhr

So finden Sie uns

70 Jahre Theresienkapelle - Zwangsarbeit, Gefangenschaft und Gottesdienst

Anlässlich der Museumsnacht am 16. September 2017 konzipierte das Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Theresienkapelle e.V. eine Ausstellung über die Geschichte des Standortes Theresienwiese.
Hier war in den 1930er Jahren ein Lager für Zwangsarbeiter untergebracht, das nach Kriegsende für die Unterbringung von deutschen Kriegsgefangenen genutzt wurde. Seit 2016 ist die Theresienkapelle Gedenkstätte des Landes Baden-Württemberg. Herzstück der Ausstellung ist der Nachbau einer Lagerbaracke.


Begleitpublikation zur Ausstellung "70 Jahre
Theresienkapelle"

Bilder zur Eröffnung

Begleitend hat das Stadtarchiv eine Publikation mit umfangreichem Quellenmaterial herausgegeben.
Die Buchpräsentation fand am 22. September im Ratssaal statt.
Vor rund hundert Zuhörern sprachen Oberbürgermeister Bernd Häusler, Stadtarchivarin Britta Panzer, Dr. Carmen Scheide, Vorsitzende des Fördervereins Theresienkapelle e.V. und Sybille Thelen vom Fachbereich Gedenkstättenarbeit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Die Vorträge wurden musikalisch von der Jugendmusikschule Singen umrahmt. 

Bilder zur Buchübergabe

Die Publikation kann zum Preis von 9,80 € im Stadtarchiv, bei der Buchhandlung Greuter und im Hegau-Museum erworben werden.

Die Ausstellung ist in der Kundenhalle der Sparkasse Hegau-Bodensee Singen vom
6. bis 17. November 2017 zu sehen.

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag 9:00 - 13:00 Uhr
und 14:00 - 17:00 Uhr





Tagung der Honorablen Societät der Bodenseearchivare und –archivarinnen in Singen


Die Referenten der Tagung: Britta Panzer,
Adrian Oettli und Dr. Patrick Sturm (v.l.)

Am 21. September 2017 tagten 48 Archivarinnen und Archivare aus der Bodenseeregion im Veranstaltungsraum des Hegau-Museums in Singen. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland und der Schweiz und vertraten sämtliche Archivsparten vom Landesarchiv bis zum Adelsarchiv.

Am Vormittag hatte Stadtarchivarin Britta Panzer einen archivfachlichen Workshop zum Thema „„Langzeitarchivierung in Deutschland und der Schweiz: ein praxisbezogener Vergleich“ organisiert. Als erste Referentin stellte sie die Langzeitarchivierungslösung PADUA (Produktivsystem zur Archivierung digitaler Unterlagen im Stadtarchiv Stuttgart) vor. PADUA wurde von der Firma HP in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Stuttgart entwickelt und ist mittlerweile unter dem Namen DIPS (Digital Preservation Solution) auf dem Markt. Digitale Objekte werden zunächst validiert und durchlaufen eine Formaterkennung, bevor sie auf den Langzeitspeicher (Silent Cube) gebracht werden. Bei Bedarf werden die Primärobjekte in Archivformate konvertiert. Im Ingest-Prozess wird ein AIP.xml erstellt, das technische, administrative und rudimentäre fachliche Metadaten enthält. Dieses XML wird zusammen mit der Primärdatei in ein physisches AIP in Form einer tar-Datei gepackt.

Adrian Oettli stellte in seinem Referat den „Archivdienst für Gemeinden des Staatsarchivs Thurgau: Langzeitarchivierung im Verbund in der Schweiz“ vor. Der Archivdienst bietet als Produkte die Reorganisation der bestehenden physischen Papierarchive, eine Nachführung des laufenden Papierarchivs sowie die Hinführung zum elektronischen Archiv an. Dies beinhaltet auch die komplette Erschließung nach standardisierten Vorgaben. Die Erschließungsinformationen werden im Repository des Staatsarchivs Thurgau geführt.

Abschließend referierte Dr. Patrick Sturm vom Stadtarchiv Pforzheim über „DIMAG: Langzeitarchivierung im Verbund in Baden-Württemberg“. DIMAG wird vom Landesarchiv Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit den kommunalen Rechenzentren angeboten und zeichnet sich durch eine einfache Benutzeroberfläche und eine Kostenstaffelung nach Gemeindegröße aus. Als weiteres Plus wertete der Referent die große Entwicklergemeinschaft und die Gestaltungsmöglichkeiten durch die teilnehmenden Archive. Die Bereiche „Access“ und „Anbindung an das Erschließungsprogramm“ müssen dagegen noch ausgebaut werden.

Bilder zur Tagung

Im Anschluss an die Vorträge entfaltete sich eine rege archivfachliche Diskussion, die besonders Fragen der Erschließung von digitalem Archivgut und dessen Zugänglichkeit in den Blick nahm.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen führte Christoph Bauer, Leiter des Kunstmuseums Singen, die Teilnehmer kurzweilig durch „Kunst im öffentlichen Raum“, wobei auch das Wandgemälde „Krieg und Frieden“ von Otto Dix im Ratssaal besichtigt wurde. Der gemeinsame Ausklang fand im Café Hanser statt.

 

Links zum Thema:

DIPs kommunal

Archivdienst Thurgau

DIMAG

  



    Archivalie des Monats

    In regelmäßigem Zyklus stellt das Stadtarchiv auf seiner Homepage neu 

    erschlossene Bestände und interessante Quellen vor.


    Einladung zur Feier anlässlich
    der Stadterhebung 1899
    (Gemeindearchiv)