Der Hohentwiel-Geschichtspfad

Hohentwiel-Geschichtspfad

Folgen Sie bei Ihrem Besuch auf dem Hohentwiel dem Geschichtspfad: Tafeln geben Auskunft über die Funktion der einzelnen Gebäude und bringen den Besuchern die historisch interessante Stellung der Festung näher.

Der Flyer "Wege durch die Geschichte" bietet Ihnen einen anschaulichen Plan der Festung mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Gebäuden. 

pdf-iconFlyer "Wege durch die Geschichte"

Zudem bietet die Stadt Singen in Zusammenarbeit mit der Landesinstitution Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg einen Audioguide auf dem Hohentwiel in drei Sprachen an.  Dieser macht es Besuchern möglich, bei einem selbstständigen Rundgang viel Wissenswertes über den Hohentwiel zu erfahren. An 28 Stationen können auf Deutsch, auf Englisch oder auf Französisch gesprochene Erläuterungen zu Geschichte und Naturkunde abgerufen werden.

Mehr Infos zum Audio-Guide und Download


Plan der Festung

Bewegen Sie den Mauszeiger über die einzelnen Punkte, um eine Erklärung zu erhalten.

1 Hohentwiel-Domäne
Der Hohentwiel ist mit seinen 9 Hektar überbauter Fläche eine der größten Festungsruinen Deutschlands. Im Jahr 914 erstmals erwähnt, zählt der Hohentwiel zugleich zu den ältesten Höhenburgen Deutschlands. Im 10. und 11. Jahrhundert war sie Sitz der schwäbischen Herzöge. Unter den Herren von Klingenberg sank die Festung nach 1300 zur gewöhnlichen Ritterburg herab. Doch mit der Übernahme durch die Herzöge von Württemberg 1521 knüpfte sie wieder an ihre große Geschichte der Anfangszeit an. Die Festung wurde zur württembergischen Exklave inmitten österreichischen Hoheitsgebiets.

2 Friedhof
Der Friedhof, nach alten Abbildungen schon im 16. Jahrhundert an dieser Stelle belegt, bezeugt, dass der Hohentwiel ein eigener evangelischer Seelsorgebezirk war. Dieser wurde, so gut es ging, von evangelischen Pfarrern betreut. Die meisten erhaltenen Grabsteine stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Einziges Schmuckstück barocker Steinhauerkunst bildet das verwitterte Grabmal für den Hauptmann Andreas Geisel rechts neben dem Eingang an der Friedhofsmauer.

3 Galgenrain
Der Galgen war ein für jeden Besucher weithin sichtbares Zeichen der hohen Gerichtsbarkeit. Diese gab dem Inhaber des Hohentwiel das Recht, über Leben und Tod zu richten. Unter den harten Lebensbedingungen auf der Festung kam es häufig vor, dass Soldaten desertierten. Konnten sie nicht gefasst werden, schlug man ihre Namen auf Täfelchen an den Galgen.

1 Hohentwiel-Domäne
Der Hohentwiel ist mit seinen 9 Hektar überbauter Fläche eine der größten Festungsruinen Deutschlands. Im Jahr 914 erstmals erwähnt, zählt der Hohentwiel zugleich zu den ältesten Höhenburgen Deutschlands. Im 10. und 11. Jahrhundert war sie Sitz der schwäbischen Herzöge. Unter den Herren von Klingenberg sank die Festung nach 1300 zur gewöhnlichen Ritterburg herab. Doch mit der Übernahme durch die Herzöge von Württemberg 1521 knüpfte sie wieder an ihre große Geschichte der Anfangszeit an. Die Festung wurde zur württembergischen Exklave inmitten österreichischen Hoheitsgebiets.

2 Friedhof
2 Friedhof

2 Friedhof
Der Friedhof, nach alten Abbildungen schon im 16. Jahrhundert an dieser Stelle belegt, bezeugt, dass der Hohentwiel ein eigener evangelischer Seelsorgebezirk war. Dieser wurde, so gut es ging, von evangelischen Pfarrern betreut. Die meisten erhaltenen Grabsteine stammen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Einziges Schmuckstück barocker Steinhauerkunst bildet das verwitterte Grabmal für den Hauptmann Andreas Geisel rechts neben dem Eingang an der Friedhofsmauer.

3 Galgenrain
Der Galgen war ein für jeden Besucher weithin sichtbares Zeichen der hohen Gerichtsbarkeit. Diese gab dem Inhaber des Hohentwiel das Recht, über Leben und Tod zu richten. Unter den harten Lebensbedingungen auf der Festung kam es häufig vor, dass Soldaten desertierten. Konnten sie nicht gefasst werden, schlug man ihre Namen auf Täfelchen an den Galgen.

4 Alexandertor
Die heute sichtbaren Gebäudeteile des Hohentwiel stammen überwiegend aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Durch das Alexandertor betritt der Besucher die eigentliche Festung. Die namentlichen Bezeichnungen von Gebäudeteilen, wie Alexandertor, Karlsbastion, Eugenstor oder Rondell Augusta stammen aus dem 18. Jahrhundert und gehen auf Angehörige des württembergischen Herzogshauses zurück.

5 + 6 Tunnel

7 Karlsbastion
7 Karlsbastion

7 Karlsbastion
Die Karlsbastion zählt zu den Verteidigungsanlagen von 1735. Mit dieser geräumigen Plattform sollten etwaige Angreifer schon weit im Vorfeld der eigentlichen Festung auf Distanz gehalten werden. Einen militärischen Nutzen hat die Anlage freilich nicht mehr gehabt. Von der Karlsbastion eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die Obere Festung mit dem Rondell Augusta, die sich majestätisch über dem Betrachter erhebt.

8 Eugentor

9 Stabsoffizierswohnung

10 Baumagazin und Quartier

11 Regimentsarztwohnung, Apotheke

12 Kellerei

13 Marketenderei

14 Kaserne
14 Kaserne

14 Kaserne

15 Vorhof
„Vorhof“ hieß die Untere Festung bereits im Mittelalter. Sie bildete eine erste Verteidigungsbastion. Hier befanden sich immer schon wichtige Versorgungseinrichtungen. Bis in den Vorhof konnte man mit schweren Wagen fahren. Der Weitertransport zur oberen Festung erfolgte mit Lastpferden und Eseln. Vom Hohentwiel ist uns auch altes Brauchtum überliefert: Besucher mussten früher schwere Steine in den Vorhof schleppen. Dort erwartete sie dafür in der Küferei ein Willkommtrunk.

16 Zisternen

17 Bäckerei

18 Tor zwischen der unteren und oberen Festung (Salzbüchsle)

19 Schmittefelsen
Der nach der Schmiede benannte „Schmittefelsen“ war eine wichtige Bastion zu Verteidigung des Vorhofs. Von hier überblickt man das weite Umland mit den Nachbarbergen Hohenstoffeln, Hohenkrähen und Hohenhewen. Vom Schmittefelsen wurde 1527 ein österreichischer Spion, der die württembergische Mannschaft zur Meuterei angestachelt hatte, zu Tode gestürzt.

20 Schmiede
20 Schmiede

20 Schmiede
Schon im Mittelalter unter den Herren von Klingenberg gab es auf dem Hohentwiel ein vollständiges Schmiede-, Zimmermanns- und Maurergeschirr zur Instandhaltung der Burg. Nach dem Übergang der Burg an Württemberg und ihrem Ausbau zur Garnison war man verstärkt auf Selbstversorgung angewiesen. Es wurden bevorzugt Soldaten mit Handwerkserfahrung angeworben.

21 Hauptmannsturm
Seit dem 16. Jahrhundert führte ein Offizier im Rang eines Hauptmanns das Kommando über die württembergische Garnison. In dem heute verfallenen Hauptmannsturm wohnte von 1634 bis 1650 der berühmte Konrad Widerholt.

22 Wachhaus

23 Langer Bau
23 Langer Bau

23 Langer Bau
Früher vermutete man in den Resten des „Langen Baus“ die Ruinen des ehemaligen Hohentwiel-Klosters St. Georg aus dem 10. Jahrhundert. Tatsächlich stammen die heute sichtbaren Gebäudereste aus dem 16. Jahrhundert, als der Hohentwiel zur württembergischen Landesfestung mit ständiger Besatzung ausgebaut wurde. Hinter dem arkadenbewehrten Rundgang befanden sich Stallungen, in den oberen Stockwerken Offiziers- und Mannschaftsunterkünfte.

24 Wilhelmswacht
Die Wilhelmswacht ist möglicherweise schon in der Zeit Herzog Ulrichs um 1526 als eine der Basteien der Umfassungsmauer errichtet worden. Die Wilhelmswacht bietet dem Besucher einen faszinierenden Ausblick. Bei gutem Wetter reicht der Blick nach Osten über den Bodensee bis zu den Alpen. Unterhalb der Festungsruine erstreckt sich weitläufig die Stadt Singen.

25 Schul- und Pfarrhaus

26 Bindhaus bzw. Küferei


27 + 28 Zeughaus und Rondell Augusta

27 + 28 Zeughaus und Rondell Augusta
Das Rondell Augusta ist mit 25 m Durchmesser die mächtigste Rundbastion Südwestdeutschlands. Der mehrstöckige Kanonenturm ist ein typisches Element der Festungsbaukunst im 16. Jahrhundert. In direkter Nachbarschaft zum Rondell befindet sich das Zeughaus. Hier lagerten schwere Waffen, Pulver und Munition.

29 Pferdemühle, Widerholtsmühle

30 Gouvaneurswohnung

31 Arrestzelle
Seit dem 17. Jahrhundert diente der Hohentwiel als württembergisches Staatsgefängnis. Es gab zwei Klassen von Sträflingen: In Eisen geschlagen darbten in den Gewölben der Festung gemeine Verbrecher, Wilddiebe, Räuber und Straffällige. Daneben gab es hochrangige Strafgefangene: Auf die schiefe Bahn geratene Söhne aus adligen Häusern sowie unbotmäßige Beamte und Gelehrte. Sie waren in den oberen Räumen an der Südwestecke des Schlosses untergebracht.

34 Fürstenschloss
34 Torbogen zum Fürstenschloss
© Staatliche Schlösser und Gärten B-W

32 Paradeplatz

33 Kirche und Kirchturm
Das am höchsten aufragende Gebäude auf dem Hohentwiel ist der Kirchturm der 1645 geweihten Kirche. Sie war eine Gründung des Kommandanten Konrad Widerholt und wurde inmitten schwerer Kriegszeiten erbaut. Mit der Kirche erhielt die evangelisch-württembergische Garnison, die inmitten österreichischen, also katholischen Gebietes lag, demonstrativ ihren sichtbaren religiösen Mittelpunkt.

34 Fürstenschloss
Auf den Mauern des oberen Plateaus des Twiel verbergen sich Reste der Ritterburg aus dem 12. Jahrhundert, so das rundbogige Tor in der Westwand. Unter Herzog Christoph von Württemberg wurde die mittelalterliche Burg in den Jahren 1553 -1554 zum Herzogsschloss im Stil der schwäbischen Renaissance ausgebaut. Baumeister war Auberlin Tretsch, der etwa zeitgleich auch das Alte Schloss in Stuttgart schuf. Gut erhalten ist in der Nordwestecke des fürstlichen Hauses die Küche.