Das Singener Stadtarchiv

Innenansicht
Rollblockanlage

Das Stadtarchiv Singen wurde in den 1950er Jahren aufgebaut und ist seit März 2001 gemeinsam mit der Zentralregistratur im Dienstleistungsareal DAS 2 untergebracht.

Vier Kilometer Akten sind heute im Stadtarchiv auf 52 Metern Länge und 10 Metern Breite in einer riesigen Rollblockanlage untergebracht. Um Platz zu sparen und dennoch schnellen Zugriff zu ermöglichen werden die Akten der Registratur hängend und nicht liegend gelagert. Rund 4000 Akten jährlich kommen durch Aussonderung von der Stadtverwaltung zum Bestand dazu. 

Sammlung historischer Unterlagen

Das eigentliche Archiv, also die Sammlung historischer Unterlagen, beherbergt einige dokumentarische Schätze. So lagern hier etwa Rechnungsbücher, die bis ins 17. Jahrhundert zurückgehen. Hier befindet sich aber auch als Dauerleihgabe das Archiv der ehemaligen Singener Grundherrschaft, das sogenannte „Enzenberg-Archiv". Außerdem findet man die Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten aus Singen und dem Hegau wie Theopont Diez, Herbert Berner oder Ludwig Finckh, u.v.a.

Bild: Ekkehard und Hadwig im Hohentwiel, den Virgil lesend
Bild: „Ekkehard und Hadwig im
Hohentwiel, den Virgil lesend",
skurriles Stück aus der Postkarten-
sammlung des Stadtarchivs

Dazu kommen umfangreiche Stich-, Postkarten-, Foto- und Notgeldsammlungen.

Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen

Neben Archivarbeiten, wie bewerten, ordnen und inventarisieren der Akten leistet das Stadtarchiv u.a. mit Vorträgen einen wesentlichen Anteil der historischen Öffentlichkeitsarbeit. Hier befindet sich auch die Redaktionsleitung des SINGEN Jahrbuch, das regelmäßig im Frühjahr erscheint. Neben eigenen Beiträgen ist das Archiv für das Konzept und die 80seitige Stadtchronik zuständig. Weiter erscheint eine jährliche Kalenderreihe unter dem Titel „Fotoschätze aus dem Stadtarchiv.“

Abgesehen von kleineren Ausstellungen von Postkarten und Stichen zeichnete das Stadtarchiv verantwortlich für die überregional beachteten Ausstellungen "Singen in den fünfziger Jahren, Weltmeister im Wirtschaftswunder", "Joseph Viktor von Scheffel – Einblicke in ein vielschichtiges Leben" und 2014 "Wir sind Weihnachten wieder zu Hause. Singen im Ersten Weltkrieg".

Bild: Singen in alten Ansichten
Postkarte aus:
"Singen in alten Ansichten"
Veröffentlichung des  Stadtarchivs
in 2 Bänden,
Verlag Europäische Bibliothek
Zaltbommel

1999 wurde das 100. Jubiläum der Stadterhebung Singens gefeiert. Die verschiedenen Veranstaltungen und Ausstellungen fanden ebenfalls unter der Federführung des Stadtarchivs statt.

Außerdem betreut das Stadtarchiv Publikationen zu den Jubiläen von Stadtteilen und Vereinen. Als eigenständige Veröffentlichungen erschienen die Dokumentation „...und in Singen gab es keine Juden?“, der Ausstellungskatalog „Symbol einer Stadt im Aufbruch – 50 Jahre Rathaus“ und die Kataloge zu den Ausstellungen über Joseph Victor von Scheffel und den Ersten Weltkrieg.

Recherchen

Der historisch interessierte Fachmann oder Amateur kann sich im Lesebereich des Stadtarchivs über die Geschichte der Stadt informieren. Zudem steht das Archiv-Team für Fragen und Recherchen gerne zur Verfügung.


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