Aktuelles und Veranstaltungen des Stadtarchivs Singen

Kontakt

Stadtarchiv Singen
Julius-Bührer-Straße 2
78224 Singen
Tel. +49 (0)7731 85-253

E-Mail schreiben
 
Öffnungszeiten

Mo - Fr 08.30-12.00 Uhr
Mo, Di, Do 14.00-16.00 Uhr
Mi 14.00-17.00 Uhr

So finden Sie uns
     

Schließung des Benutzersaals im Stadtarchiv für die Akteneinsicht bis voraussichtlich 19. April 2020 wegen Corona-Virus

Wegen der aktuellen Gefährdungslage durch die Ausbreitung des Corona-Virus und auf Grundlage der Allgemeinverfügung der Stadt Singen vom 13.03.2020 bittet das Stadtarchiv um Verständnis, dass ab sofort bis voraussichtlich 19. April der Benutzersaal für die Akteneinsicht geschlossen bleibt.
Ungeachtet der Schließung stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen für Fragen und Auskünfte zu den Archivbeständen weiterhin telefonisch (07731/85253) oder per Mail (archiv@singen.de) zur Verfügung. Bitte formulieren Sie für die Bauakteneinsicht Ihr Anliegen so präzise wie möglich und schicken per Mail eine entsprechende Vollmacht, dass Sie zur Einsichtnahme berechtigt sind. Weitere Auskünfte zur Bauakteneinsicht finden sich auf der Homepage des Stadtarchivs unter „Aktuelles“.

Die Bauakteneinsicht im Benutzersaal des Stadtarchivs findet jeweils dienstags und donnerstags nach vorheriger Terminvereinbarung (07731/85 249) zu den üblichen Öffnungszeiten statt. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin. Weitere Informationen zur Bauakteneinsicht finden Sie hier

Bitte bringen Sie für Ihren Besuch die ausgefüllte Vollmacht zur Akteneinsicht mit.

 

Der für den 18. März 2020 geplante Vortrag von Johannes Daun "Justiz in Südbaden im Nationalsozialismus" wird auf den 24. Juni 2020 verschoben.


 

Schimmelpilz und Papierfraß

 

Der „Tag der offenen Tür“ am 8. März im Stadtarchiv Singen war ein voller Erfolg: Bei drei Magazinführungen mit Stadtarchivarin Britta Panzer erfuhren rund 50 Besucherinnen und Besucher Spannendes über die Herausforderungen bei der Bestandserhaltung: „Optimal für die Erhaltung von Papier sind klimatische Bedingungen von 45 bis 55 Prozent Luftfeuchte bei einer konstanten Temperatur von 18 Grad. Dies erreicht man am besten durch einen Magazinneubau oder eine Klimaanlage. Wir haben hier im Stadtarchiv allerdings nur eine Belüftungsanlage, so dass im Sommer die Luftfeuchte schon mal auf 65 Prozent hochgehen kann - und damit steigt die Gefahr, dass sich an den Akten Schimmel bildet.“


Beim Workshop "Schadensbehebung" hatten auch
junge Besucher ihren Spaß (Foto: Stadtarchiv)

Selbst tätig werden konnten die Besucherinnen und Besucher im Benutzersaal beim Workshop „Schäden an Archivgut beheben“. Sie probierten unterschiedliche Methoden wie die Reparatur mit Tesafilm oder das Schließen von Rissen mit Knochenleim aus. Die Veranstaltung fand anlässlich des 10. bundesweiten „Tag der Achive“ statt, der unter dem Motto „Kommunikation. Von der Depesche zum Tweet“ stand. Vor dem Hintergrund der Anfäng März getroffenen Notfallvereinbarung aller öffentlich-rechtlichen Archive im Landkreis Konstanz präsentierte das Stadtarchiv im Benutzersaal auch seine Notfallbox mit Schutzkleidung für die Mitarbeiterinnen und Materialen zur Erstversorgung von geschädigtem Archivgut. Bei einer kleinen Ralley konnten junge Besucherinnen und Besucher testen, wie lange es im Ernstfall dauert, sich für den Einsatz im Magazin auszurüsten.

 

      

            
   

Archivpädagogischer Workshop zum Thema „Saalschlachten zwischen KDP und NSDAP am Ende der Weimarer Republik“ - Auf Spurensuche in der Lokalgeschichte

Am 12. Juli besuchten 22 Schüler der 12. Klasse der Hohentwiel-Gewerbeschule gemeinsam mit ihrem Lehrer Adamo Bislimovic das Stadtarchiv, um an einem archivpädagogischen Workshop zum Thema „Saalschlachten“ teilzunehmen. In einer halbstündigen Magazinführung erläuterte Stadtarchivarin Britta Panzer ihre Aufgaben an Hand zahlreicher Beispiele „zum Anfassen“. Die Schüler erfuhren dabei Spannendes über die notwendige Klimatisierung eines Archivmagazins und die Kriterien zur Auswahl von geeigneten Quellen zur Dokumentation der Stadtgeschichte: „Als Archivarin muss man vor allem Eines können: Wegschmeißen!“.


Schüler der Hohentwiel-Gewerbeschule bei
der Quellenrecherche (Foto: Stadtarchiv)

Im neuen Benutzersaal konnten die Schüler anschließend selbst in der Präsenzbibliothek und bereitliegenden Akten recherchieren. Dabei stand die Frage im Vordergrund, welches Bild sich an Hand der Dokumente von den Saalschlachten ergibt und wie darüber berichtet wurde. Auch Fotos aus der Fotosammlung des Stadtarchivs hatten FAMI Jennifer Bach und Britta Panzer herausgesucht. „Ich habe die Scheffelhalle beinahe nicht wiedererkannt!“, zeigte sich ein Schüler erstaunt an Hand von Fotos der mit Hakenkreuzfahnen dekorierten Halle. In der Abschlussdiskussion waren sich die Schüler einig, dass man nicht nur den historischen Kontext bei Recherchen zu stadtgeschichtlichen Themen mit einbeziehen muss, sondern auch sehr genau hinschauen sollte, woher eine Information stammt. Sie zogen einhellig das Fazit, dass die Veranstaltung „sehr interessant war – wir hätten noch länger ‚wühlen‘ können!“.
Auch der Lehrer, der für den Bereich Allgemeinbildung zuständig ist, zeigte sich begeistert: „Ich komme im nächsten Frühjahr auf jeden Fall mit einer anderen Klasse wieder!“

Das archivpädagogische Angebot steht allen Singener Schulen (ab Klasse 9) offen, inhaltlich orientiert es sich an den Themen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Auf Anfrage können aber auch andere Themen erarbeitet werden. Bitte vereinbaren Sie bei Interesse einen Termin bei Stadtarchivarin Britta Panzer!                

               


     

70 Jahre Theresienkapelle - Zwangsarbeit, Gefangenschaft und Gottesdienst

Anlässlich der Museumsnacht am 16. September 2017 konzipierte das Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Theresienkapelle e.V. eine Ausstellung über die Geschichte des Standortes Theresienwiese.

Bilder zur Eröffnung

Hier war in den 1930er Jahren ein Lager für Zwangsarbeiter untergebracht, das nach Kriegsende für die Unterbringung von deutschen Kriegsgefangenen genutzt wurde. Seit 2016 ist die Theresienkapelle Gedenkstätte des Landes Baden-Württemberg. Herzstück der Ausstellung ist der Nachbau einer Lagerbaracke.

Die Ausstellung steht jetzt als virtueller Rundgang zur Verfügung. Mit Klick auf den Info-Button gelangt man zur jeweiligen Textafel inklusive Bildmaterial.

Rundgang Ausstellung Theresienkapelle


Begleitpublikation zur Ausstellung
"70 Jahre Theresienkapelle"


Begleitend hat das Stadtarchiv eine Publikation mit umfangreichem Quellenmaterial herausgegeben.
Die Buchpräsentation fand am 22. September im Ratssaal statt.
Vor rund hundert Zuhörern sprachen Oberbürgermeister Bernd Häusler, Stadtarchivarin Britta Panzer, Dr. Carmen Scheide, Vorsitzende des Fördervereins Theresienkapelle e.V. und Sybille Thelen vom Fachbereich Gedenkstättenarbeit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Die Vorträge wurden musikalisch von der Jugendmusikschule Singen umrahmt. 

Bilder zur Buchübergabe

Die Publikation kann zum Preis von 9,80 € im Stadtarchiv und bei Buch Greuter zu den jeweiligen Öffnungszeiten erworben werden.                          





Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung X