Aktuelles und Veranstaltungen des Stadtarchivs Singen

Kontakt

Stadtarchiv Singen
Julius-Bührer-Straße 2
78224 Singen
Tel. +49 (0)7731 85-253

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Öffnungszeiten

Mo - Fr 08.30-12.00 Uhr
Mo, Di, Do 14.00-16.00 Uhr
Mi 14.00-17.00 Uhr

So finden Sie uns


Stadtarchiv Singen ist ab sofort wieder geöffnet

Auf Grundlage der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virsu SARS-Cov-2 (CoronaVO) in der Fassung vom 17. März 2020 § 4 Abs. 3 ist das Stadtarchiv Singen ab sofort wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

Um die Anforderungen des Mindestabstandes und die Hygienevorschriften einhalten zu können, sind die Einsichtnahme in Archivgut und Bauakten im Benutzersaal sowie persönliche Beratungsgespräche nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Für einen ausreichenden Infektionsschutz steht im Benutzersaal Desinfektionsmittel zur Verfügung.

    


         
Die Bauakteneinsicht im Benutzersaal des Stadtarchivs findet jeweils dienstags und donnerstags nach vorheriger Terminvereinbarung (07731/85 249) zu den üblichen Öffnungszeiten statt. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin. Weitere Informationen zur Bauakteneinsicht finden Sie hier

Bitte bringen Sie für Ihren Besuch die ausgefüllte Vollmacht zur Akteneinsicht mit.
    


        

    

Vom Suchen und Finden in Akten – Vortrag „Justiz in Südbaden im Nationalsozialismus“

 

Bürgersaal - 22. Juli 2020, 19.00 Uhr

Am Mittwoch, 22. Juli 2020 um 19.00 Uhr referiert der Direktor des Amtsgerichts Singen, Johannes Daun, im Bürgersaal des Singener Rathauses über „Justiz in Südbaden im Nationalsozialismus“. Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vom Suchen und Finden in Akten“des Stadtarchivs statt. Diese versteht sich als Format für alle Interessierten, die auf eine spannende Art mehr über Themen der Singener Stadtgeschichte „nah an den Quellen“ erfahren wollen. Eine Anmeldung unter archiv@singen.de oder 07731 / 85-317 ist wegen der begrenzten Teilnehmerzahl in Folge der Infektionsschutzvorschriften erforderlich.

In seinem Vortrag geht Johannes Daun auf die Ausgangslage vor 1933 ein und skizziert die unmittelbaren Folgen der Machtergreifung für das Justizwesen in Südbaden und den Landgerichtsbezirk Konstanz: Wie die sonstige staatliche Verwaltung und das gesamte öffentliche Leben unterlag auch die Justiz der Gleichschaltung und Instrumentalisierung für Zwecke des nationalsozialistischen Terrors und wurde damit Teil des Unrechtssystems. Mit dem sogenannten „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ vom 7. April 1933 wurde die richterliche Unabhängigkeit stark eingeschränkt. Als Instrument für die „Überwachung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ und die Ausschaltung politischer Opposition dienten im Dritten Reich die Sondergerichte, die an jedem Oberlandesgerichts-Bezirk eingerichtet wurden. Der Referent wirft auch einen kritischen Blick auf das Versagen der „Justiz in roten Roben“, die überwiegend eine national-konservative Einstellung vertrat. Ausgewählte Quellen aus den Beständen des Stadtarchivs vermitteln an diesem Abend die lokalgeschichtliche Relevanz des Themas „NS-Justiz“.

Der Vortrag findet auf Grund der aktuellen Corona-Bestimmungen im Bürgersaal des Singener Rathauses statt. Das Stadtarchiv bittet um Verständnis, dass auf Grund der aktuellen Corona-Verordnung die Daten der Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer erhoben werden müssen. Hierzu wird am Einlass ein Formblatt ausgehändigt.

            


     
Podcast des Stadtarchivs zum Singen Jahrbuch 2020 seit dem 24. Juni online

 

Podcast zum SJB 2020
Der Podcast zum Singen Jahrbuch
2020 ist ab dem 24. Juni online

Das Stadtarchiv hat in diesem Jahr erstmalig als Alternative zu der abgesagten Buchtaufe gemeinsam mit der Pressestelle der Stadt Singen einen kurzweiligen Podcast produziert, der auf das Singen Jahrbuch 2020 neugierig machen soll. Er bildet den Auftakt zu der städtischen Podcast-Reihe "Lochgucker", die einmal im Monat einen unterhaltsamen Blick auf das Stadtgeschehen vermitteln möchte. Der Podcast ist hier und auf www.singen.de, www.singen-kultur.pur sowie auf der Facebook-Seite des Stadtarchivs abrufbar.

Im Podcast unterhält sich Stadtarchivarin Britta Panzer mit drei Jahrbuch-Autoren über deren Beiträge, die einen facettenreichen Blick auf das Stadtgeschehen und die Singener Geschichte werfen. Dabei verrät Regisseurin Susanne Breyer, wie der Theaterverein Pralka bei seiner Gründung vor 10 Jahren zu seinem ungewöhnlichen Namen kam. Der Archivar der Poppele-Zunft Reinhard Kornmayer erzählt von den Anfängen des Närrischen Jahrmarktes vor 125 Jahren. Und Michael Hübner spricht über seine Motivation, mit dem „Fall Kellhofer“ über ein strittiges Stück Stadtgeschichte zu schreiben.
Die Autoren zitieren ihre Lieblingsstellen aus den eigenen Beiträgen und nehmen die Zuhörerinnen und Zuhörer auf einen kurzweiligen Ausflug in das neue Singen Jahrbuch mit.

Das Singen Jahrbuch 2020 ist ab dem 24. Juni im örtlichen Buchhandel, im Stadtarchiv sowie über den Verlag MarkOrPlan zum Preis von 10,80 € erhältlich. Es enthält 44 Beiträge und die Stadtchronik 2019.

 


 

Absage der Jahrbuchtaufe 2020 wegen der Corona-Krise

Die für den 28. Mai geplante Buchtaufe des Singen Jahrbuch 2020, die im CURANA in Beuren stattfinden sollte, muss wegen der Vorgaben des Infektionsschutzes leider abgesagt werden. Einzelne Jahrbuchbeiträge und deren Autoren werden jedoch in den nächsten Wochen in Singen kommunal, auf der städtischen Homepage und auf Facebook vorgestellt. Für den 24. Juni ist eine alternative Buchtaufe in Form eines Podcasts geplant. Das Wochenblatt TV hat darüber auch einen Beitrag mit der Stadtarchivarin Britta Panzer gedreht. Hier gehts zum Film

Insgesamt enthält das diesjährige Jahrbuch 44 Beiträge sowie die Stadtchronik 2019. In Singen kommunal, auf der städtischen Homepage und auf der Facebook-Seite des Stadtarchivs werden in den nächsten Wochen ausgewählte Beiträge aus dem Singen Jahrbuch 2020 ausführlicher vorgestellt. Laut Stadtarchivarin Britta Panzer soll die Corona-Krise aber auch kreativ genutzt werden, um neue Formate der Kulturvermittlung auszuprobieren. Momentan ist sie mit einigen Autoren des Jahrbuchs im Gespräch, ob für sie eine virtuelle Buchtaufe am 24. Juni in Form eines Podcasts denkbar wäre. Dabei könnten die Autoren u.a. jeweils ihre Lieblingsstellen aus den eigenen Beiträgen vorlesen. Informationen zum geplanten Podcast werden rechtzeitig auf der städtischen Homepage und der Facebook-Seite des Stadtarchivs zur Verfügung gestellt. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind laut Britta Panzer herzlich eingeladen, an diesem neuen Format teilzunehmen.

Das Singen Jahrbuch 2020 ist seit dem 24. Juni im örtlichen Buchhandel, im Stadtarchiv sowie über den Verlag MarkOrPlan zum Preis von 10,80 € erhältlich.

            


     

Eigener Facebook-Auftritt des Stadtarchivs

Das Stadtarchiv hat seit Kurzem einen eigenen Facebook-Auftritt. Dort wollen wir unseren 
Benutzerinnen und Benutzern dauerhaft Einlicke in unsere Bestände ermöglichen. Hier können Sie nicht nur interessante Geschichten, Fotos und Postkarten finden, sondern uns selbst über die Kommentarfunktion bei noch fehlenden Informationen unterstützen. Wir freuen uns auf Sie!

Aktuell bitten wir alle Singener Bürgerinnen und Bürger, uns mit zeithistorischen Dokumenten bei der Überlieferung der Corona-Krise für die Nachwelt zu unterstützen: Wie erleben die Singener Bürgerinnen und Bürger die Corona-Pandemie ganz konkret in ihrem Alltag? Was wird Ihnen aus dieser Zeit in Erinnerung bleiben?

Schreiben Sie uns und schicken Sie ein Foto an archiv@singen.de! Bitte geben Sie Ihren vollständigen Namen und Ihre Anschrift für evtl. Rückfragen an.


Werden Sie mit Ihren Berichten und Fotos Teil des historischen Gedächtnisses unserer Stadt! Mit der Übersendung willigen Sie in eine evtl. Veröffentlichung bzw. Nutzung der Informationen ein.

Das Team des Stadtarchivs bedankt sich für Ihre Unterstützung!




Schimmelpilz und Papierfraß

Der „Tag der offenen Tür“ am 8. März im Stadtarchiv Singen war ein voller Erfolg: Bei drei Magazinführungen mit Stadtarchivarin Britta Panzer erfuhren rund 50 Besucherinnen und Besucher Spannendes über die Herausforderungen bei der Bestandserhaltung: „Optimal für die Erhaltung von Papier sind klimatische Bedingungen von 45 bis 55 Prozent Luftfeuchte bei einer konstanten Temperatur von 18 Grad. Dies erreicht man am besten durch einen Magazinneubau oder eine Klimaanlage. Wir haben hier im Stadtarchiv allerdings nur eine Belüftungsanlage, so dass im Sommer die Luftfeuchte schon mal auf 65 Prozent hochgehen kann - und damit steigt die Gefahr, dass sich an den Akten Schimmel bildet.“


Beim Workshop "Schadensbehebung" hatten auch
junge Besucher ihren Spaß (Foto: Stadtarchiv)

Selbst tätig werden konnten die Besucherinnen und Besucher im Benutzersaal beim Workshop „Schäden an Archivgut beheben“. Sie probierten unterschiedliche Methoden wie die Reparatur mit Tesafilm oder das Schließen von Rissen mit Knochenleim aus. Die Veranstaltung fand anlässlich des 10. bundesweiten „Tag der Achive“ statt, der unter dem Motto „Kommunikation. Von der Depesche zum Tweet“ stand. Vor dem Hintergrund der Anfäng März getroffenen Notfallvereinbarung aller öffentlich-rechtlichen Archive im Landkreis Konstanz präsentierte das Stadtarchiv im Benutzersaal auch seine Notfallbox mit Schutzkleidung für die Mitarbeiterinnen und Materialen zur Erstversorgung von geschädigtem Archivgut. Bei einer kleinen Ralley konnten junge Besucherinnen und Besucher testen, wie lange es im Ernstfall dauert, sich für den Einsatz im Magazin auszurüsten.

 

      

      

Archivpädagogischer Workshop zum Thema „Saalschlachten zwischen KDP und NSDAP am Ende der Weimarer Republik“ - Auf Spurensuche in der Lokalgeschichte

Am 12. Juli besuchten 22 Schüler der 12. Klasse der Hohentwiel-Gewerbeschule gemeinsam mit ihrem Lehrer Adamo Bislimovic das Stadtarchiv, um an einem archivpädagogischen Workshop zum Thema „Saalschlachten“ teilzunehmen. In einer halbstündigen Magazinführung erläuterte Stadtarchivarin Britta Panzer ihre Aufgaben an Hand zahlreicher Beispiele „zum Anfassen“. Die Schüler erfuhren dabei Spannendes über die notwendige Klimatisierung eines Archivmagazins und die Kriterien zur Auswahl von geeigneten Quellen zur Dokumentation der Stadtgeschichte: „Als Archivarin muss man vor allem Eines können: Wegschmeißen!“.


Schüler der Hohentwiel-Gewerbeschule bei
der Quellenrecherche (Foto: Stadtarchiv)

Im neuen Benutzersaal konnten die Schüler anschließend selbst in der Präsenzbibliothek und bereitliegenden Akten recherchieren. Dabei stand die Frage im Vordergrund, welches Bild sich an Hand der Dokumente von den Saalschlachten ergibt und wie darüber berichtet wurde. Auch Fotos aus der Fotosammlung des Stadtarchivs hatten FAMI Jennifer Bach und Britta Panzer herausgesucht. „Ich habe die Scheffelhalle beinahe nicht wiedererkannt!“, zeigte sich ein Schüler erstaunt an Hand von Fotos der mit Hakenkreuzfahnen dekorierten Halle. In der Abschlussdiskussion waren sich die Schüler einig, dass man nicht nur den historischen Kontext bei Recherchen zu stadtgeschichtlichen Themen mit einbeziehen muss, sondern auch sehr genau hinschauen sollte, woher eine Information stammt. Sie zogen einhellig das Fazit, dass die Veranstaltung „sehr interessant war – wir hätten noch länger ‚wühlen‘ können!“.
Auch der Lehrer, der für den Bereich Allgemeinbildung zuständig ist, zeigte sich begeistert: „Ich komme im nächsten Frühjahr auf jeden Fall mit einer anderen Klasse wieder!“

Das archivpädagogische Angebot steht allen Singener Schulen (ab Klasse 9) offen, inhaltlich orientiert es sich an den Themen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Auf Anfrage können aber auch andere Themen erarbeitet werden. Bitte vereinbaren Sie bei Interesse einen Termin bei Stadtarchivarin Britta Panzer!                

               


     

70 Jahre Theresienkapelle - Zwangsarbeit, Gefangenschaft und Gottesdienst

Anlässlich der Museumsnacht am 16. September 2017 konzipierte das Stadtarchiv in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Theresienkapelle e.V. eine Ausstellung über die Geschichte des Standortes Theresienwiese.

Bilder zur Eröffnung

Hier war in den 1930er Jahren ein Lager für Zwangsarbeiter untergebracht, das nach Kriegsende für die Unterbringung von deutschen Kriegsgefangenen genutzt wurde. Seit 2016 ist die Theresienkapelle Gedenkstätte des Landes Baden-Württemberg. Herzstück der Ausstellung ist der Nachbau einer Lagerbaracke.

Die Ausstellung steht jetzt als virtueller Rundgang zur Verfügung. Mit Klick auf den Info-Button gelangt man zur jeweiligen Textafel inklusive Bildmaterial.

Rundgang Ausstellung Theresienkapelle


Begleitpublikation zur Ausstellung
"70 Jahre Theresienkapelle"


Begleitend hat das Stadtarchiv eine Publikation mit umfangreichem Quellenmaterial herausgegeben.
Die Buchpräsentation fand am 22. September im Ratssaal statt.
Vor rund hundert Zuhörern sprachen Oberbürgermeister Bernd Häusler, Stadtarchivarin Britta Panzer, Dr. Carmen Scheide, Vorsitzende des Fördervereins Theresienkapelle e.V. und Sybille Thelen vom Fachbereich Gedenkstättenarbeit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Die Vorträge wurden musikalisch von der Jugendmusikschule Singen umrahmt. 

Bilder zur Buchübergabe

Die Publikation kann zum Preis von 9,80 € im Stadtarchiv und bei Buch Greuter zu den jeweiligen Öffnungszeiten erworben werden.                          





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