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REIGEN

Fr 20.04.2018 , 20.30 Uhr Sa 21.04.2018 , 20.30 Uhr Mi 25.04.2018 , 20.30 Uhr Do 26.04.2018 , 20.30 Uhr Fr 27.04.2018 , 20.30 Uhr Sa 28.04.2018 , 20.30 Uhr
Wo
BASILIKA
Schlachthausstr. 978224 Singen
Öffnungszeiten
Einlass, Abendkasse und Ausschank in der BASILIKA ab 19.30 Uhr
Eintrittspreis
22,00 € regulär, 17,00 € ermäßigt
Veranstalter
Theater "Die Färbe"
Ansprechpartner: Frau Cornelia Hentschel
Tel. 07731-64646 oder 62664
E-Mail an den Veranstalter
Zur Homepage des Veranstalters
Vorverkauf
Bei telefonischer Reservierung, über die Homepage oder an der Abendkasse


Reigen

Ein Bühnenstück von Arthur Schnitzler

 

Regie Andreas von Studnitz

Mit
Nina Carolin Eichmann, Milena Weber,
Patrick Hellenbrand, Elmar F. Kühling

 

Das erotische Skandalstück schlechthin: Was passiert, wenn die Gattin mit einem Arm den Liebhaber und mit dem anderen den Ehemann umschlungen hält? Wenn dieser von den tödlichen Folgen des Ehebruchs schwadroniert und später selbst ein blutjunges Mädel verführt? Und wenn er dieses dann zu absoluter Treue auffordert und es ihm trotzdem schon bald mit einem selbstverliebten Dichter Hörner aufsetzt? Gar nichts! Denn das Leben ist kurz und der nächste Sexualpartner nicht weit. Und so treiben es die tragischen Helden in Arthur Schnitzlers Reigen als gäbe es kein Morgen.

Doch das Stück ist viel mehr als ein Klassiker des Wiener Fin de Siècle: Arthur Schnitzler schuf mit psychologischem Tiefenblick und entlarvenden Dialogen die Archetypen des modernen, triebgesteuerten Menschen. Ein Blick in die Tageszeitung oder in die eigene Verwandtschaft genügt, um festzustellen, daß die Mechanismen von Betrug und Selbstbetrug, von öffentlichem Schein und menschlichem Sein noch die gleichen sind wie vor 100 Jahren.

Das „Bühnenstück“ entstand um 1900, die Uraufführung fand 1920 statt und löste einen der größten Theaterskandale des 20. Jahrhunderts aus. Daraufhin verhängte Schnitzler selbst ein Aufführungsverbot, das in Deutschland und Österreich bis 1982 in Kraft war.

 

ANDREAS VON STUDNITZ. 1954 geboren in Bonn. 1976-79 Schauspielstudium in München an der Otto-Falckenberg-Schule. 1979-86 als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen deutsch-sprachigen (Stadt-)Theatern. 1982 Inszenierung MENSCH MEIER von Franz Xaver Kroetz am Theater „Die Färbe“ Singen. 1986-89 Regie-assistent am Schauspielhaus Bochum, u.a. bei Frank-Patrick Steckel und Andrea Breth, Yoshi Oida, Fritz Marquard. 1989-91 freier Regisseur, Schauspielhaus Bochum, Kampnagel Hamburg, Schauspiel Dortmund, LTT Tübingen, Theater Heilbronn, Bremer Theater. 1991-1997 Ober-spielleiter des Schauspiels am Lübecker Theater. In dieser Zeit Regiearbeiten am Theater Basel, Schauspielhaus Graz, Nationaltheater Mannheim, Maxim Gorki Theater Berlin. Schauspielgastprofessur an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ab 1998 freier Regisseur u.a. am Thalia Theater Hamburg, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Bonn, an den Bühnen Köln, am Staatstheater Nürnberg, Staatstheater Wiesbaden, Saarländischen Staatstheater, Bremer Theater, Staatstheater Oldenburg, Badischen Staatstheater Karlsruhe, Volkstheater Wien. Zweimal vornominiert für das Berliner Theatertreffen (WOYZECK, Theater Basel 1996 sowie WILHELM TELL, Staatstheater Saarbrücken 2002). Seit 2006 Intendant des Theaters Ulm, Gastregisseur am Staatstheater Nürnberg, Theater Pforzheim, Mainfrankentheater Würzburg, Wallgrabentheater Freiburg, Landestheater Linz.

 

„In dieser Gesellschaft, in der es jede mit jedem und jeder mit jeder zu treiben scheint, aber irgend-wie jeder jedem den Eindruck erwecken will, als sei es doch so etwas wie vielleicht Liebe, wird der Zuschauer zum Zeugen bodenloser Lebenslügen, zum Voyer der Einsamkeit der Akteure, die ihre Liebschaften schnell wieder verachten, weil sie die Vergeblichkeit ihres Tuns, das dem Hunger ihrer Triebhaftigkeit geschuldet ist, in ihrem Gegenüber erkennen … Die Bühne ist ein Karussell … und manchmal wie im Sexkino reduziert auf das animalische … Was damals verboten wurde, ist heute noch genauso. Das holt das Stück in unsere Zeit herüber. WOCHENBLATT SINGEN

 

Basilika ab 19.30 Uhr geöffnet, Ausschank mit kleinen Speisen.



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