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111 - Übern Berg

Fr 12.10.2018 , 20.30 Uhr Sa 13.10.2018 , 20.30 Uhr Mi 17.10.2018 , 20.30 Uhr Fr 19.10.2018 , 20.30 Uhr Sa 20.10.2018 , 20.30 Uhr
Wo
BASILIKA
Schlachthausstr. 2478224 Singen
Öffnungszeiten
Abendkasse, Ausschank, Einlaß Basilika ab 19.30 Uhr
Eintrittspreis
22,- € regulär, 17,-€ ermäßigt
Veranstalter
Theater "Die Färbe"
Tel. 07731/64646 + 62663
E-Mail an den Veranstalter
Zur Homepage des Veranstalters
Vorverkauf
Bei telefonischer Reservierung, über die Homepage oder an der Abendkasse




111 – ÜBERG BERG

Alpentrekking mit Beethoven

 

Buch Detlef Vetten
Konzept und musikalische Bearbeitung Fabian Dobler
Regie Peter Simon

Uraufführung in der Basilika des Theaters „Die Färbe“
als Teil des Kulturschwerpunktes „Singen im Takt“

Schauspieler: Milena Weber, Alexander Klages, Elmar F. Kühling 
Musiker: Antje Steen, Fabian Dobler

Detlef Vetten, Jahrgang 1956, war unter Anderem Sportchef des »Stern«, Chef bei "Horizont" und Leiter des Lokalressorts der »Münchner Abendzeitung«. Als Autor wurde er mehrfach mit Preisen des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) ausgezeichnet. Die autorisierte Biografie von Henry Maske stammt ebenso aus seiner Feder wie der 2011 erschienene Bestseller »50 Tage lebenslänglich«. Danach arbeitete Vetten als Chefreporter der Nachrichtenagentur dapd und als Chef des Opernmagazins "Orpheus", schließlich sattelte er endgültig ins Buchgeschäft um. 2018 erschienen: 200-Seiten-Bände über die Olympischen Winterspiele und die Fußball-WM, die Biographie des Fußballtrainers Jupp Heynckes, der Roman "Häutungen". Nun: "Übern Berg" - worauf Vetten besonders stolz ist.

Eine Nachtwanderung über den Brenner, ein 65 km langer Gewaltmarsch an die Grenze der eigenen Leistungsfähigkeit durch Schnee, Eis und Polizeikontrollen. In der Einsamkeit der Nacht wird der leichtsinnige Selbsterfahrungstrip zum Gang durch die Jahrhunderte in einer Region, die immer schon Grenze war. Der Brenner war das Tor ins gelobte Land der Klassik (Goethes „Land wo die Zitronen blühen“) und ist heute die offene Wunde Europas, an der sich entscheidet ob die Ideale der Klassik und Aufklärung Bestand haben. So beschäftigt sich Detlef Vetten in zum Teil witzigen Geschichten, die ihm bei seinem Trekking-Abenteuer begegnen, unwillkürlich mit den zentralen Fragen des Menschseins - dem Individuum, der Selbstbestimmung, Leben und Tod.

Und trifft die Gedankenwelt und den Humor Beethovens. Genauer: die „Op. 111“, Beethovens letzte Klaviersonate - jene Sphinx, mit der sich der todkranke Komponist von seinem Instrument und auch von seiner Epoche mit wissendem Lächeln verabschiedete. Eng verwoben mit Vettens Theatertext denkt eine dekonstruierte und in der klanglichen Dualität Klavier-Akkordeon neu aufgebaute Version des rätselhaften Werkes die Worte mit und zeigt sich emotional, amüsant, wild - und ganz einfach zu verstehen. Beethovens musikalische Gedanken werden nachvollziehbar durch die Bezüge zum jeweiligen Text. „Übern Berg“ verbindet Theater und Musik tatsächlich auf eine neue Art. In der Basilika präsentieren nun drei Schauspieler und zwei Musiker dieses musikalische Schauspiel mit viel Witz, Ironie und Faszination am gegenseitigen Dialog - und einer spannenden Geschichte voll ungeheurer atmosphärischer Dichte.



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