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Trio Parnassus

Sa 29.10.2022 , 20:00
Wo
Stadthalle
Hohgarten 478224 Singen
Veranstalter
Kultur und Tagung Singen
Tel. +49 (0)7731 85-504
E-Mail an den Veranstalter
Vorverkauf ab 1. August 2022
Abo-Service & Ticketing, +49 (0)7731 85-504
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Kammerkonzert
Einführung um 19.15 Uhr

Michael Groß (Violoncello), Julia Galić (Geige), Johann Blanchard (Klavier),

Christian Heinrich Rinck (1770 – 1846): Trio D-Dur (1804)

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Streichtrio c-Moll, op. 9 / Nr. 3, Bearbeitung für Klaviertrio von Ferdinand Ries

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Septett op. 20/ Klaviertrio op. 38

MUT Kulturmanagement Beate Hahn, Ottenbach


In diesem Kammerkonzert steht Ludwig van Beethoven im Mittelpunkt, dessen 250. Geburtstag vor zwei Jahren gefeiert wurde, wenn auch von der Pandemie ausgebremst. Doch gibt es noch einen weiteren Jubilar, der mit Beethoven das Geburtsjahr teilt: Es ist der aus Thüringen stammende Christian Heinrich Rinck, der eher mit seinem umfangreichen Orgelwerk bekannt wurde, aber ebenso eine Reihe von Kammermusikwerken geschaffen hat.

Das Trio Parnassus betätigt sich seit vielen Jahren immer wieder als Schatzgräber abseits der breit ausgetretenen Pfade des gängigen Repertoires und hat zwei bereits mit Preisen ausgezeichnete CDs mit Rincks Kammermusik eingespielt. Zu entdecken ist in diesem Konzert das große D-Dur-Trio aus dem Jahr 1804 mit einer dichten langsamen Einleitung im alten Stil, einem frühromantisch sprudelnden Allegro im prägnanten lang-kurz-kurz-lang-Rhythmus, der uns später bei Schubert begegnet, einem „mozärtlichen“ langsamen Satz und einem brillanten Finalsatz.

Doch auch in den beiden Beethoven-Werken hört man Vertrautes im neuen Gewand: Denn das dritte der Streich-Trios op. 9 in der für den Komponisten so wichtigen Tonart c-Moll erklingt in der Bearbeitung für Klavier-Trio, die sein Klavierschüler und Vertrauter Ferdinand Ries geschaffen hat und die das Trio Parnassus entdeckt hat. Das enge Geflecht von Geige, Bratsche und Cello wird also auf das Klaviertrio übertragen. Der Vater von Ferdinand Ries war in Bonn Beethovens Geigenlehrer gewesen, später schickte er seinen Sohn zu Beethoven nach Wien, damit er sein Klavierspiel verfeinerte. Ferdinand Ries arbeitete eng mit Beethoven zusammen, hat Stimmen aus seinen Partituren herausgeschrieben und später einige Werke bearbeitet.

Ludwig van Beethovens Septett op. 20 gilt als Höhepunkt seiner Bläserkammermusik und wurde zu seiner Zeit bereits so beliebt, dass Beethoven sich fast davon distanzierte. Er schuf selbst eine Bearbeitung für Klavier, Klarinette und Violoncello, die er ungewöhnlicherweise sogar unter der eigenen Opus-Zahl 38 herausgab. Die Klarinettenstimme darin kann auch von der Violine übernommen werden, in dieser Fassung erklingt das wunderbar musikantische Werk an diesem Abend. Wer also das Septett kennt und liebt, wird es in neu hören, denn die Charakteristika der einzelnen Instrumente kehren verwandelt wieder.


Foto: Licht-Schein Fotografie



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